Zahnseide

Zahnfleischpflege | Zahnfleisch stärken und regenerieren

ZahnfleischpflegeWusstest du, dass eine normale Zahnbürste bis zu 30 % unserer Zähne überhaupt nicht erreicht? Selbst wenn die Zähne gut geputzt werden, bleibt immer etwas in den Zwischenräumen hängen. Kein Wunder, wenn es beim Zahnarzt plötzlich heißt, man solle sich die Zähne besser putzen.

Aber nicht nur die Zahnpflege, sondern auch die Zahnfleisch– sowie die Zungenpflege sind wichtig für eine gesunde Mundflora.

Ich empfehle, die Zahnfleischpflege in 5 Schritten durchzuführen. Nur so kann man eine Zahnfleischentzündung vorbeugen und das Zahnfleisch stärken.

1. Zwischenräume reinigen

ZahnseideBeginne am besten mit Schritt 1. Nach dem Zähneputzen sollten zunächst die Zwischenräume gereinigt werden.

Einige Experten sagen, dass man zuerst die Zwischenräume säubern soll und anschließend die Zähne putzen. Entscheide selbst. Hier gibt es 2 Möglichkeiten (Zahnseide oder Interdentalbürste).

Zahnfleisch pflegen mit Zahnseide

Zahnseide gewachstDie Zahnfleischpflege ist genauso wichtig, wie das Zähneputzen selbst. Vernachlässigt man dies, kann dies auf Dauer zu einer Gingivitis oder einer sogenannten Parodontose (Zahnfleischrückgang) führen.

Eine Parodontose ist eine bakterielle Entzündung des Zahnbettes. Im schlimmsten Fall können sogar Herz- und Lunge davon betroffen sein. Mehr dazu im Abschnitt „Risiken bei Zahnfleischentzündung“.

Bei Zahnfleischbluten sollte man sich die Zähne weiterhin vorsichtig putzen, damit sich keine Bakterien einnisten können. Man sollte aber einen Zahnarzt aufsuchen.

Interdentalbürste

Eine Interdentalbürste ist eine relativ schmale Zahnbürste, mit denen man noch in die schmalsten Zahnzwischenräume kommt. Für manche Menschen eignet sie sich einfach besser als Zahnseide. Gerade bei größeren Zahnlücken ist sie optimal.

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2. Zahnfleisch Desinfizieren

DesinfizierenAn Zahnfleischerkrankungen sind so gut wie immer Bakterien daran schuld. Merke dir also immer, dass du dein Zahnfleisch regelmäßig desinfizieren solltest.

Die Bakterien werden entfernt und die Erkrankung bessert sich langsam oder kommt gar nicht erst zustande.

Du hast hier 2 Möglichkeiten (Wasserstoffperoxid, Brennnessel und Salbei kauen).

Mund mit Wasserstoffperoxid desinfizieren

WasserstoffperoxidOft sind Bakterien für eine Entzündung verantwortlich. Kaum woanders befinden sich so viele Bakterien, wie in unserer Mundhöhle.

Ganz wichtig ist es deshalb auch, den Mund mit Wasserstoffperoxid zu desinfizieren.

Wasserstoffperoxid wird in kleinen Mengen auch bei der Verstoffwechselung von Honig freigesetzt, wenn wir diesen essen. Deshalb zählt Honig auch als „natürliches Antibiotikum“.

Wichtig: Wasserstoffperoxid (H2O2) immer ohne Stabilisatoren benutzen. Phosphorsäure ist nicht so gut für die Zähne.

Mindestens einmal pro Woche sollte man den Mund also mit 3-prozentigem Wasserstoffperoxid spülen. Das desinfiziert, reinigt und hellt sogar die Zähne leicht auf. Nur bei Beschwerden sollte man es nicht benutzen.

Brennnessel und Salbei kauen

Salbei und Brennnessel eignen sich hervorragend, um das Zahnfleisch zu pflegen.

Brennnessel enthält vor allem viel Calcium. Bei 713 mg Calcium pro 100 Gramm ist das etwa 6 mal mehr als bei Kuhmilch.

Kaut man darauf herum, wird außerdem Speichel produziert, was die Säure an den Zähnen neutralisiert. Durch das Calcium in der Brennnessel wirkt die Pflanze basisch und versorgt die Zähne mit wichtigen Nährstoffen.

Brennnessel kann man frisch gepflückt oder getrocknet kauen. Wenn man die Blätter einen Tag lang liegen lässt, werden die Stacheln weich. Ich esse sie immer frisch gepflückt.

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Salbei enthält ätherische Öle. Diese wirken desinfizierend und entzündungshemmend auf Zähne und Zahnfleisch. Frische Blätter sind natürlich besser. Einpaar Minuten darauf herumkauen reicht aus.

Aber Vorsicht: Salbei ist etwas scharf und vom Geschmack her sehr gewöhnungsbedürftig. Der Saft muss nicht geschluckt werden, hilft aber bei Halsschmerzen.

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In einigen Ländern wird Salbei als Zahnbürste genutzt. Man kann sich direkt mit dem Blatt die Zähne putzen. Nur ist es in der modernen Welt eben nicht mehr üblich.

3. Zahnfleisch stärken

Krankes und geschwächtes Zahnfleisch sollte man wieder stärken. Man sollte es aufbauen. Erfahre hier, wie du dein Zahnfleisch mit Ölen wieder stärken kannst.

Aber merke die, dass es nicht immer die gewünschten Ergebnisse bringt. Hier ist Geduld gefragt.

Ölziehen stärkt das Zahnfleisch

Es ist sehr gesund, stärkt das Zahnfleisch und wirkt antibakteriell. Einige Öle wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und fördern die Durchblutung.

In dieser kleinen Liste habe ich bereits alle Zahnöle und deren Wirkung auf das Zahnfleisch erstellt.

Das Gute bei Zahnölen ist, dass sie günstig sind und dass man selbst welche aus verschiedenen Ölen zusammen mixen kann. Außerdem hat jeder Öle zuhause. Es ist somit ein Hausmittel für die Zahnfleischpflege.

Anwendung: Man nimmt einen Esslöffel Öl einige in den Mund. Nun wird das Öl einige Minuten lang hin- und hergezogen. Wie du mit Zahnölen dein Zahnfleisch stärken kannst erfährst du in dem Artikel zu Zahn- und Mundöle.

4. Zahnfleisch regenerieren

Krankes Zahnfleisch sollte man wieder regenerieren. Das heißt, man sollte es wieder herstellen und aufbauen.

Erfahre hier, wie du zurückgehendes Zahnfleisch regenerieren kannst. Manchmal sind aber nur noch Zahnarztbesuche hilfreich.

Schwarzkümmelöl für die Zahnfleischpflege

Zahnfleischpflegegel, Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist gut für Zähne und Knochen und kann sich sogar positiv bei einer chronischen Parodontitis auswirken.

Das belegt eine Studie zu Thymochinon (in Schwarzkümmel enthalten), bei denen Schwarzkümmelöl getestet wurde. Zahnfleischblutungen sollen sich ebenfalls verbessern.

Nennenswert ist auch zu erwähnen, dass sich bei Tests mit Tieren die Tiefen der Zahnfleischtaschen verkleinert haben.

Hier findest du eine weitere Studie zu Schwarzkümmelöl (Thymochinon).

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Allerdings sollte man Schwarzkümmelöl Gel benutzen. Reines Öl bleibt nicht an den Zähnen haften und hat somit keine Wirkung.

Parodont Zahnfleischpflege Gel

Wer von uns liebt schon Zahnfleischentzündungen oder andere Beschwerden im Mundbereich? Keiner natürlich. Und damit wir gar keine Entzündung erst bekommen, hat ein schlauer Zahnarzt das Parodont Zahnfleischpflege-Gel (Werbung) entwickelt.

Parodont ZahnfleischpflegelDas Parodont Zahnfleischpflege-Gel hilft bei Zahnfleischprobleme wie Parodontose, Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen. Es ist dermatologisch getestet und auch für Vegetarier und Veganer geeignet.

Ich habe das Parodont Zahnfleischpflegege getestet.

Ähnlich wie bei Karies, sind bei Zahnfleischentzündungen auch Keime an einer Parodontose schuld. Keime treiben im verborgenen unter anderem in den Zahnfleischtaschen ihr Unwesen.

Parodont beugt Zahnfleischentzündungen, Parodontose und Zahnfleischbluten vor und sorgt so für eine gesunde Mundflora.

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Parodont Inhaltsstoffe: Das Gel enthält den wichtigen Inhaltsstoff Schwarzkümmel. Schwarzkümmel hat eine antibakterielle Wirkung auf das Zahnfleisch und beugt so Entzündungen vor.

Krankes Zahnfleisch mit einer Therapie heilen

Ist eine Parodontitis bereits zu weit fortgeschritten, kann eine photodynamische Therapie (PDT) helfen. Hier wird ein mit Laserlicht aktivierter Wirkstoff gegen Bakterien in den Zahnfleischtaschen eingesetzt.

Das Laserlicht setzt chemische Reaktionen frei. Dabei entstehen für bestimme Zellen giftige Stoffe. Sie zerstören das krankhaft veränderte Gewebe und bekämpfen so die Entzündung. Aber nicht jede Krankenkasse zahlt so eine Therapie. Teuer ist diese aber nicht. Sie kann bereits für unter 100 Euro gemacht werden.

Wer eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, bekommt so eine Behandlung unter Umständen ebenfalls bezahlt. Das liegt natürlich an den Leistungen, die im Tarif mit dabei sind.

5. Zahnfleischentzündung vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einer Zahnfleischentzündung oder einer Parodontitis kommt, muss man die richtigen Maßnahmen ergreifen.

Vorbeugen heißt das Stichwort. Mit den richtigen Maßnahmen kann man Entzündungen vermeiden oder vorbeugen. Das sorgt für eine langanhaltende Zahngesundheit.

Richtige Ernährung für gesünderes Zahnfleisch

Dass viele von uns heute zu viel Zucker und Fleisch essen, ist kein Geheimnis mehr. Zucker ist ein gefundenes fressen für die Bakterien. Dabei ist gerade chemisch hergestellter Haushaltszucker (Saccharose), der heute in fast jedem Fertiggericht zu finden ist, besonders schlimm.

Viele Fertigprodukte enthalten neben Haushaltszucker zusätzlich auch Glucose-Fructose-Sirup, was mindestens genauso schlimm wie Zucker ist.

Besser als Süßigkeiten und Weißbrot sind deshalb Vollkornprodukte und Lebensmittel mit natürlichem Zuckergehalt. Dazu noch muss man Vollkornprodukte länger kauen und bildet so mehr Speichel im Mund, welcher die gebildeten Säuren neutralisiert. Erfahre hier, was zu einer zahngesunden Ernährung gehört.

Die richtige Zahnbürste für die Zahnfleischpflege

Die Zähne müssen natürlich von Essensreste und Zahnbelag (Plaque) gesäubert werden. Das muss schonend gemacht werden. Planloses schrubben bringt hier nicht viel.

Harte Borsten können das Zahnfleisch und den Zahnschmelz beim Schrubben verletzen. Blutet das Zahnfleisch beim Zähneputzen, sind harte Borsten nicht selten der Grund dafür.

Bei einer Zahnbürste für die Zahnfleischpflege ist es deshalb wichtig, eine Zahnbürste mit weiche Borsten zu verwenden. Auch weg stehende Borsten schaden dem Zahnfleisch. Hier sollte man die Bürste lieber austauschen.

Sobald sich die Beschwerden gelegt haben, sollte man eine elektrische Zahnbürste benutzen. Sie säubern viel besser und massieren gleichzeitig das Zahnfleisch, was die Durchblutung und die Gesundheit fördert.

Es heißt, dass eine Zahnbürste nach spätestens drei Monaten gewechselt werden sollte, auch wenn die Borsten noch gut aussehen. Nach einer Munderkrankung empfiehlt es sich, die Zahnbürste sofort zu wechseln.

Zahnfleisch massieren und Durchblutung anregen

Durch das Massieren des Zahnfleisches wird die Durchblutung angeregt.

Massieren kann man das Zahnfleisch mit einer weichen Zahnbürste oder mit einer Munddusche. Wichtig dabei ist es, eine Zahnbürste mit weichen Borsten zu verwenden.

Elektrische Zahnbürsten sind meistens ebenfalls mit einer Massagefunktion ausgestattet.

Die professionelle Zahnreinigung

Eine professionelle Zahnreinigung kann ebenso helfen, Zahnfleischprobleme zu verbessern.

Professionelle Zahnreinigung, PZR

Plaque und Essensreste lagern sich an den Zähnen ab und bleiben dort oftmals hartnäckig kleben. Weg bekommt man diese nur mit einer professionellen Zahnreinigung.

Da sich die Mundflora so insgesamt verbessert, können sich Zahnfleischbeschwerden langfristig verbessern oder sogar ganz verschwinden.

Zahnstein selbst entfernen

Bei der professionellen Zahnreinigung wird vor allem die Plaque und Zahnstein von den Zähnen entfernt.

Das macht man nicht ohne Grund, denn Zahnstein drängt das Zahnfleisch immer weiter zurück. Fällt die Zahnpflege wie das Zähneputzen nicht regelmäßig aus, kann man die Bildung von Zahnstein nicht vermeiden.

Bei der Zahnreinigung beim Zahnarzt werden die Zähne eben gründlich gesäubert, poliert und geglättet. Wer die PZR überhaupt nicht mag, kann sich den Zahnstein selbst entfernen.

Bei Amazon gibt es extra spezielle Zahnpflege Sets dafür. Aber Vorsicht ist geboten, da die Zähne sehr wertvoll sind.

Zahnfleisch nicht reizen

Wenn du bereits Zahnfleischprobleme hast, kannst du einige Maßnahmen ergreifen, die deine Beschwerden lindern und sogar eine Heilung herbeiführen können.

Wichtig ist vor allem, das Zahnfleisch nicht zu reizen. Dazu gehört der Verzicht auf einige Dinge:

  • Verzichte auf Bleaching. Beim Zähne aufhellen kann das Zahnfleisch durch die Säure des Bleichmittels gereizt werden.
  • Beim Bleaching mit Hausmitteln kann das Zahnfleisch ebenfalls gereizt werden.
  • Keine Zahnbürste mit harten Borsten benutzen.
  • Keine harten Lebensmittel essen, wenn diese reizend wirken.

Zahnfleischentzündung Risiken und Folgeerkrankung

Zahnfleischentzündungen können nur der Anfang einer langen Erkrankung des Zahnfleisches sein. Es kann nicht nur so weit kommen, dass es bei nicht Behandlung zum Zahnverlust kommt. Schlimmer ist es, wenn Herz oder Lunge betroffen sind.

Das Zahnfleisch ist ziemlich gut durchblutet. Bei Entzündungen kann so weit kommen, dass Bakterien bis hin zu den Blutgefäßen gelangen können. Wenn sie dann in die Blutbahn gelangen, kann es im schlimmsten Fall sogar zum Herzinfarkt oder zu einem Schlaganfall kommen.

Das ist mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt worden, wie es der Spiegel in einem Kurzartikel zu entzündetem Zahnfleisch beschreibt.

Wusstest du, dass Erkrankungen des Zahnfleisches dein Immunsystem schwächen können? Sind die Zähne krank, kann der ganze Körper darunter leiden. Auch hier erkennt man, wie wichtig die Pflege ist.

Gesundes Zahnfleisch: So erkennst du es

  • Das Zahnfleisch sollte beim Zähneputzen nicht oder nur sehr selten bluten. Kommt das öfter vor, können das die ersten Anzeichen einer Gingivitis sein.
  • Die Zahnhälse sollten nicht sichtbar sein. Je flüssiger der Übergang von Zahnfleisch zu Zahn, desto besser.
  • Eine rosige Farbe weist auf gesundes Zahnfleisch hin.

So sollte es nicht sein:

  • Ständiges Zahnfleischbluten,
  • gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch,
  • Zahnhälse liegen frei,
  • Zahnstein am Zahnfleischsaum. Zahnstein drängt das Zahnfleisch immer weiter zurück, wenn man die Zähne nicht richtig pflegt.

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