Zahnaufhellung Aktivkohle

Was bringt Zahnpasta mit Aktivkohle? Schlechter als gedacht

Zahnpasta mit Aktivkohle ist ein umstrittenes Thema. Bringt es wirklich was? Werden die Zähne dadurch heller oder nicht?

Wir sind der Sache nachgegangen und haben auch eine Zahnpasta mit Aktivkohle getestet. Unser Fazit: Aktivkohle in Zahnpasta wirkt schlechter als gedacht.

Übrigens gibt es auch andere Zahncremes, die die Zähne aufhellen können. Mehr darüber kannst du in unserem Whitening Zahnpasta Test lesen.

Wie wirkt Aktivkohle?

Aktivkohle auf ZähneUm herauszufinden, ob Aktivkohle etwas bewirkt, muss man zunächst verstehen, wie die Kohle in der Lage ist, Zahnverfärbungen überhaupt zu entfernen.

Das Besondere an der Aktivkohle ist, dass es sehr porös ist. Man kann es mit einem Schwamm vergleichen. Ein Schwamm kann durch seine Porosität viel Wasser aufsaugen. Ähnlich verhält es sich bei Aktivkohle. Es saugt Schmutzpartikel zuverlässig auf.

Das soll auch bei Zahnverfärbungen so sein. Soll! Das behaupten zumindest einige Hersteller. Tatsächlich ist es aber anders.

Die Tatsache ist, dass die Aktivkohle viele kleine Kanten hat. So werden die Zahnverfärbungen durch Abrieb von der Zahnoberfläche entfernt. Es wäre dann also, wie auch Backpulver, nur ein Schleifmittel.

Wirkung nicht belegt

Zum einen gibt es keine klaren Belege dafür, dass die schwarze Zahnpasta die Zähne aufhellen kann. Auch, wenn es so behauptet wird. Trotzdem reicht diese Aussage nicht aus.

Für uns stand klar, dass ein eigener Test unumgänglich war. Also haben wir eine Zahnpasta mit Aktivkohle, sowie die Kohle als Pulver gekauft und getestet.

Zahnpasta mit Aktivkohle eher unwirksam

Nach etwa 10 Tagen konnte ich keinen aufhellenden Effekt feststellen. Seltsam war das schon. Denn bei Aktivkohle in Pulverform war das anders. Wir selbst haben das Pulver getestet und konnten eindeutig feststellen, dass die Zähne sich um mehrere Stufen aufgehellt haben.

Die Tests dazu mit den Vorher-nachher-Bildern findest du hier: Zahnaufhellung mit Aktivkohle im Test. Und hier habe ich die Zahnpasta mit Aktivkohle getestet: Happybrush Zahnpasta im Test.

Kurz gesagt: Die Zahnpasta war in unserem Fall unwirksam.

Fazit

Die Kohle als Pulverform hat die Zähne deutlich aufgehellt. Die Zahnpasta dagegen hat keine Wirkung gezeigt. Es heißt, dass die Kohle unwirksam wird, wenn sie sich mit anderen Flüssigkeiten vollsaugt. Vielleicht wird die Kohle dadurch größer und die Kanten geschmeidiger. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall scheint die Wirkung verloren zu gehen.

Wenn du also mit Aktivkohle deine Zähne aufhellen willst, dann kauf es dir lieber als Pulver. Meine klare Empfehlung: Auf Zahncremes mit Aktivkohle verzichten!

Nicht jede Zahnpasta enthält echte Aktivkohle

Nicht in jeder Zahnpasta ist auch das drin, was versprochen wird. In manchen Produkten ist nur der Inhaltsstoff „Carbon Black“ enthalten. Carbon Black ist eben nur Kohlenschwarz (nichts anderes als Industrieruß) und keine echte Kohle.

Die richtige Bezeichnung lautet „charcoal“ und sollte bei den Inhaltsstoffen aufgelistet werden.

Ist Zahnpasta mit Aktivkohle schädlich?

Das schwarze Pulver pur angewendet schleift den Zahnschmelz durch Abrieb ab und sollte daher nur vorsichtig angewendet werden.

Wie stark der Abrieb ist, wenn man sogenannte schwarze Zahnpasten benutzt, ist eher unklar. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass der Abrieb hier geringer ist, da schlechteres Ergebnis als bei Pulver. Vermutlich wird der Abrieb durch die Paste einfach entschärft. Was noch fehlt, sind klare Belege.

Im Zweifelsfall solltest du also eher darauf verzichten.

Quellen

Ökotest: Kohle in Kosmetika: Ohne belegten Nutzen und oft sogar bedenklich (deutsche-apotheker-zeitung.de)

Ruß – Wikipedia